Auftakt der Verhandlungen gestaltet sich schleppend

Im Rahmen des Dialogs zur Übernahme des Erbbaurechts der Münzgasse 13 durch die Bewohner:innenschaft unter dem Dach des Mietshäuser Syndikats fand am 24. Juni eine Begehung der Immobilie statt. Anwesend waren Delegierte des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim, des Studentenwerks e.V. und des Amtes für Vermögen und Bau Baden-Württemberg (VBA). Auch Baubürgermeister Soehlke konnte sich für den Auftakt Zeit nehmen.

Die Begehung wurde vom Verwaltungsrat des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim als Grundlage für ergebnisoffene Verhandlungen gefordert und von der Bewohner:innenschaft gern ermöglicht. Leider war sie jedoch von Desinteresse und mangelndem Engagement vonseiten des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim geprägt, sodass es schleierhaft bleibt, wie dieser Termin eine Dialogbasis bilden kann.
Die stellvertretende Geschäftsführung des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim wollte schon nach kurzer Zeit die Begehung wieder verlassen, um in ihre Mittagspause zu gehen. Zum größten Teil wusste ihre Delegation nicht über die Lage in der Münzgasse Bescheid: Weder kannte sie die rechtliche Situation, zum Beispiel bezüglich des Erbbaurechtsvertrages, noch fiel die Immobilie laut eigener Aussage in ihren Tätigkeitsbereich. Zudem waren sie nicht über die bereits geführte Kommunikation zwischen der Münze 13 und dem Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim im Bilde.
Die Gesandten des Studentenwerks e.V. hingegen liefen ohne Begleitung in private Zimmer, in denen Sie wahllos Fotos schossen.
Die Bewohner:innenschaft hatte sich mit einer detaillierten Mängelliste und einer akribisch ausgearbeiteten Sanierungsschätzung auf einen professionellen Austausch vorbereitet, der den eklatanten Wissenslücken der meisten Teilnehmenden geschuldet nur mit dem VBA möglich war. Offensichtlich wurde der Ernst der Lage von entscheidenden Akteur:innen noch nicht erkannt.
Für den nächsten Gesprächstermin, der nach Absprache mit Baubürgermeister Soehlke noch im Juli stattfinden wird, erwarten wir von allen beteiligten Parteien die Entsendung von Teilnehmer:innen mit Sach- und Entscheidungskompetenz sowie eine transparente Kommunikation.

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